Selbstcoaching


Coaching mit Coach oder Selbstcoaching? 

Was letztlich effektiver und zielführender im Hinblick auf eine persönliche Entwicklung ist, kann ich hier nicht abschließend beantworten.

Ein/e Coach bietet individuelle Hilfestellung bei der Verarbeitung und Reflexion von persönlichen und berufsbezogenen Problemen. Nach einem Coaching sind Sie u.a. sensibilisiert für Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung. Das wiederum sind die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Selbstcoaching, um nicht in die Falle eigener blinder Flecken zu laufen. 

 

Selbstcoaching für wen?

Prinzipiell halte ich selbstgesteuerte Prozesse für überaus kraftvoll. Ein Selbstcoaching kann für alle Menschen hilfreich sein, die sich mit ihrer persönlichen Entwicklung auseinandersetzen. Sei es, dass Sie zurzeit ein Coaching machen, in der Vergangenheit gecoacht wurden oder selbst ein Coach sind. Achtsamkeit praktizieren oder anhand anderer Methoden Ihre Selbstwahrnehmung sensibilisiert und Ihre Selbstreflexion geschult haben. 

 

Weshalb Selbstcoaching?

  • Fördert Selbstakzeptanz, Selbstreflexion und Selbsterkenntnis.
  • Vermittelt innere Handlungsanleitungen durch autosuggestive Aufträge. Dazu zählt beispielsweise auch ein Sich-stark-reden (Umgang mit Selbstgesprächen).
  • Regt an, Lösungen zu konstruieren (weg vom Problem – hin zur Lösung).
  • Unterstützt die Energieregulation. 
  • Hilft, lebendige Ziele zu formulieren und zu erreichen.

Alles Erleben ist Aufmerksamkeitsfokussierung. Und all das, was wir erleben, hinterlässt einen emotionalen Fingerabdruck.

Die gute Nachricht: Sie können jeden Augenblick frei wählen, wohin Sie Ihre Aufmerksamkeit lenken. Vorausgesetzt, Sie sind nicht erschöpft, gestresst oder überbelastet. Denn dann, neigen Sie vermutlich dazu von dieser Wahl keinen Gebrauch zu machen. Oder haben vergessen, dass Sie überhaupt eine Wahl haben. Heißt, Sie begrenzen sich. Mit den unten aufgeführten Praktiken mobilisieren Sie die Fähigkeit Ihre Aufmerksamkeit zu steuern bzw. zu fokussieren. Indem Sie sich mit Dingen beschäftigen, die Sie als aufbauend und anregend erleben, fühlen Sie sich zunehmend gestärkt, gedanklich und emotional beweglicher und entdecken somit, beinahe wie von selbst, neue Handlungsmöglichkeiten.

 

Gerne gebe ich Ihnen an dieser Stelle drei meiner Selbstcoaching Methoden für einen gelasseneren Alltag an die Hand. Diese Praktiken haben in den letzten sieben Jahren vielen Menschen geholfen, sich selbst aufzubauen, ihre schlummernden Ressourcen zu aktivieren und somit ihre Selbstfürsorge, Selbstwirksamkeit und Zuversicht zu stärken. Auch mir haben meine Praktiken geholfen, schwierige Phasen zu überwinden und wieder gestärkt dem Alltag zu begegnen. Auch, wenn äußere Umstände manchmal nicht veränderbar waren, meine innere Haltung dazu und somit mein Umgang damit haben sich gewandelt. Hin zu mehr Gelassenheit und Akzeptanz, das anzunehmen, was ich nicht ändern kann. Und aktiv anzupacken, was ich ändern kann. Das Wichtigste für mich? Die Klarheit wiedergewonnen zu haben, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Was als Selbstversuch begonnen hat, wurde dank beständiger Rückmeldungen von Anwenderinnen und Anwendern verbessert und hat somit an Wirksamkeit gewonnen. Eine Garantie, dass diese Methoden auch Ihnen helfen, gibt es nicht. Doch es ist eine Chance, mehr Lebensqualität zu erlangen. Probieren Sie es aus.

 

Und es gibt mehr.
Salopp gesagt, habe ich noch mehr auf Lager: Ein umfassendes Selbstcoaching-Praxisbuch. Nachhaltig förderlich und erst nach einer einmaligen Impuls-Coaching-Sitzung bei mir zu haben. Dann nämlich individuell auf Sie abgestimmt und angefertigt. Neugierig? Kommen Sie gerne auf mich zu.


Selbstcoaching-Tools


Logik, Vernunft, Erfahrung, Moral, Ideale, Selbstbild und auch Stolz dienen unserem Bewusstsein als Filter, um die Fülle an Informationen und Eindrücken verarbeiten zu können, die tagtäglich auf uns einstürmen.

Dabei können bis zu 90% unserer Ideen, Phantasien, Einfälle, Bewusstseinsinhalte und Gedanken unterdrückt oder weggefiltert werden. Dass hierbei nicht selten auch stärkende, förderliche Bewusstseinsinhalte verloren gehen, liegt auf der Hand. Um diese wieder ans Tageslicht zu holen, hilft es, frei und unzensiert alles aussprechen, was Sie in sich wahrnehmen.

1. Die assoziative Bild-methode


Die folgende Methode hilft Ihnen dabei, Ihren Fokus auf positiv Erlebtes zu legen.  Sie sprechen alles aus, was Ihnen zum Foto in Verbindung mit einer der unten aufgeführten Fragen einfällt. Was Sie in dem Moment wahrnehmen, wenn Sie es ausprechen. Es ist wichtig, wirklich alles auszusprechen. Auch das, was Ihnen unpassend, unsinnig oder unwichtig erscheint.

Die Anwendung ist spielerisch: Nehmen Sie sich vorm Schlafengehen etwas Zeit. Lassen Sie in Gedanken Revue passieren, was an diesem Tag gut für Sie war, womit bzw. mit wem Sie sich wohl gefühlt haben. Nehmen Sie diese (oder andere) Fotos zu Hand: Welches Foto symbolisiert am stärksten, wie Sie diesen Tag erlebt haben? Lassen Sie sich spontan eine Fotokarte zufallen. Mit einer der folgenden Fragen bestimmen Sie den Kern dessen, was ‚hochkommt‘: 

  • Was war neu?
  • Was war gut?
  • Was hat mich bereichert?
  • Was hat mich heute berührt?
  • Was hat mir Freude bereitet?
  • Wofür bin ich dankbar, dass ich es erleben durfte?
  • Wovon möchte ich mehr erleben? Und mit wem?

Sie können eine oder auch mehrere Fragen beantworten, ganz wie Ihnen zumute ist. Wichtig ist, dass Sie Ihre Gedanken laut aussprechen. Tipp: Ich persönlich nehme meine Antworten auf dem Handy auf (Sprachmemo). Sich selbst zuzuhören, so wie Sie einer guten Freundin oder Freund voller Mitgefühl zuhören würden, verstärkt Ihr Erleben.

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* Selbstcoaching-Tool: Fotos einfach auf festerem Papier ausdrucken und schneiden.
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2. Alternativ dazu: "Die Gute-Tage-Buch"-Methode

Nicht alle Menschen finden über Bilder den Zugang zu ihren Ressourcen. Vielleicht geht es Ihnen auch so. Dann empfehle ich Ihnen ein Gute-Tage-Buch zu führen.

 

So geht's: Auch hier nehmen Sie sich vor dem Schlafen gehen Zeit, um Ihren Tag Revue passieren zu lassen. Dabei bündeln und lenken Sie bewusst Ihre aufkommenden Gedanken mithilfe der in der 1. Methode aufgeführten Fragen. Schreiben Sie  alles auf, was Ihnen hierzu einfällt: Was hat diesen Tag zu einem guten Tag für Sie gemacht? Auch hier: Schreiben Sie unzensiert. Datum nicht vergessen.

Für Fortgeschrittene: Geben Sie, quasi als i-Tüpfelchen, diesem Tag eine Überschrift. Stellen Sie sich vor, dieses Gute-Tage-Buch wäre ein Drehbuch für eine neue Sequenz in Ihrem Leben. Welchen aussagekräftigen Titel würden Sie dieser Folge geben?

Unseren Alltag zu gestalten, bedarf es heute eines ständigen Veränderungsmanagements. Dabei kommen häufig unsere Bedürfnisse zu kurz.

Umso wichtiger ist es, sich nicht nur wieder eigener Bedürfnisse bewusst zu werden, sondern ihnen Raum zu geben und vor allem selbst aktiv zu werden, damit sie die Chance bekommen sich zu erfüllen.

3. Die Gedankensprung-Methode: Bedürfnisse


Diese Praktik, angelehnt an die Zufallswort-Technik aus dem Spektrum der Kreativitätsmethoden, konfrontiert Sie mit einem zufällig gewählten Reizwort. Sie  versuchen anhand dieses Wortes Ideen zur Fragestellung "Wovon möchte ich mehr in meinem Alltag haben?" zu generieren. Wichtig ist, dass das Reizwort innerhalb der zur Verfügung stehenden Bedürfnisbegriffe zufällig gesucht und nicht einfach ein „passendes“ genommen wird. 

Und so geht’s: Lassen Sie sich spielerisch-spontan eine Bedürfniskarte aus dem Stapel zufallen (à la Daumenkino oder Karten verdecket auf den Tisch legen und eine Karte ziehen). Zu dem jeweiligen Bedürfnis schreiben Sie drei Möglichkeiten auf, wie Sie sich selbst dieses Bedürfnis erfüllen können. Was können Sie selbst aus eigenem Vermögen tun (oder lassen), um das zu bekommen, was Sie brauchen?

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* Selbstcoaching-Tool: Karten einfach auf festerem Papier ausdrucken und schneiden.
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